Hypnose bei Schmerzen - Schmerzen anders wahrnehmen und beeinflussen
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Kurz zusammengefasst
Hypnose kann die Art verändern, wie Schmerzen wahrgenommen, bewertet und erlebt werden. Dabei können Prozesse beeinflusst werden, die mit Aufmerksamkeit, Körperwahrnehmung, emotionaler Bewertung und Schmerzverarbeitung zusammenhängen.
Manche Menschen erleben während einer hypnotischen Trance eine deutliche Verringerung bis zu gänzlichen Auflösung ihrer Schmerzen. Bei anderen verändert sich weniger die eigentliche Schmerzintensität, sondern vielmehr die Art, wie belastend oder beherrschend der Schmerz empfunden wird.
In meiner therapeutischen Arbeit geht es deshalb nicht ausschließlich darum, Schmerzen möglichst weit zu reduzieren. Es geht auch darum, wieder mehr Einfluss auf das eigene Schmerzerleben zu gewinnen.
Hypnose bietet hierfür unterschiedliche Möglichkeiten: von der direkten Veränderung der Schmerzempfindung über Entspannung und Aufmerksamkeitslenkung bis hin zur Arbeit mit psychischen Belastungen, wenn diese das Schmerzerleben mit beeinflussen. Nutzen Sie die - nach meiner Erfahrung - beste Vorgehensweise zur Reduzierung und Lösung Ihrer Schmerzen: Hypnose.
Hier kann Hypnose eingesetzt werden:
Hypnotherapeutische Verfahren werden bei unterschiedlichen Schmerzformen eingesetzt und wissenschaftlich untersucht. Dazu gehören beispielsweise:
- chronische Rückenschmerzen,
- Kopfschmerzen und bestimmte Formen wiederkehrender Kopfschmerzen,
- chronische oder funktionelle Bauchschmerzen,
- Fibromyalgie und chronische generalisierte Schmerzen,
- Gelenk- und muskuloskelettale Schmerzen,
- bestimmte neuropathische Schmerzen,
- Schmerzen im Zusammenhang mit medizinischen oder zahnmedizinischen Eingriffen,
- sowie Schmerzen, bei denen Stress, Anspannung oder psychische Belastungen eine verstärkende Rolle spielen.
Dabei ist wichtig:
Nicht jeder Schmerz reagiert gleich auf Hypnose und nicht jeder Mensch erlebt dieselben Veränderungen. Genau deshalb wird die hypnotische Schmerztherapie individuell auf das jeweilige Schmerzerleben abgestimmt.
Warum kann Hypnose Schmerzen beeinflussen?
- die Stärke eines körperlichen Reizes,
- Aufmerksamkeit,
- Erwartung,
- frühere Erfahrungen,
- Emotionen,
- Stress,
- Angst und Anspannung.
Was passiert bei Hypnose im Gehirn?
Dabei können unter anderem Prozesse verändert werden, die mit folgenden Funktionen zusammenhängen:
- Aufmerksamkeit,
- sensorischer Wahrnehmung,
- emotionaler Bewertung,
- Erwartung,
- und der subjektiven Bedeutung eines Schmerzes.
Ein Schmerz kann beispielsweise:
- weniger stechend,
- weniger brennend,
- dumpfer,
- weiter entfernt,
- kleiner,
- leichter
- oder weniger bedrohlich
Akute und chronische Schmerzen
Akute Schmerzen besitzen häufig eine wichtige Warn- und Schutzfunktion. Wenn wir uns beispielsweise verletzen, machen Schmerzen darauf aufmerksam, dass etwas im Körper geschützt oder geschont werden sollte. Bei chronischen Schmerzen ist die Situation häufig komplexer. Wenn Schmerzen längere Zeit bestehen, können sich auch Prozesse innerhalb der Schmerzverarbeitung verändern. Das Nervensystem kann empfindlicher auf bestimmte Reize reagieren. Die ursprüngliche körperliche Ursache und die aktuell wahrgenommene Schmerzintensität müssen dann nicht mehr unmittelbar miteinander übereinstimmen. Das bedeutet jedoch nicht, dass chronischer Schmerz „nur noch im Kopf“ stattfindet. Vielmehr können bei chronischen Schmerzen körperliche, neurologische und psychologische Prozesse miteinander zusammenspielen.
Schmerzfreiheit unter Hypnose – ist das möglich?
Eine der faszinierenden Möglichkeiten der Hypnose ist die **hypnotische Analgesie**, also die gezielte Beeinflussung des Schmerzempfindens. Manche Menschen erleben während einer hypnotischen Trance eine deutliche Verringerung der Schmerzintensität. In einzelnen Fällen kann die Schmerzwahrnehmung innerhalb der Hypnose sehr stark zurückgehen. Eine vollständige Schmerzfreiheit kann jedoch nicht versprochen werden. Das wäre weder seriös noch wissenschaftlich gerechtfertigt. Das therapeutische Ziel wird deshalb individuell festgelegt. Es kann beispielsweise darum gehen:
- den Schmerz deutlich zu reduzieren,
- seine Qualität zu verändern,
- den Schmerz zeitweise in den Hintergrund treten zu lassen,
- körperliche Anspannung zu verringern,
- Angst vor dem Schmerz zu reduzieren,
- oder wieder mehr Kontrolle über das eigene Erleben zu gewinnen.
Wie kann die Veränderung in den Alltag übertragen werden?
Eine Veränderung, die zunächst innerhalb der hypnotischen Trance erlebt wird, kann therapeutisch weiterentwickelt werden. Dazu können beispielsweise hypnotische Suggestionen, innere Anker oder Selbsthypnose eingesetzt werden. Sie lernen dabei, bestimmte Erfahrungen aus der Hypnose auch außerhalb der therapeutischen Sitzung wieder aufzurufen.
Beispielsweise:
- Ruhe,
- körperliche Entspannung,
- angenehme Wärme oder Kühle,
- ein Gefühl von Distanz zum Schmerz,
- eine veränderte Aufmerksamkeit,
- oder eine geringere emotionale Reaktion auf die Beschwerden.
Ein wichtiges Ziel besteht darin, dass Sie nicht ausschließlich während einer Hypnosesitzung Entlastung erleben, sondern, dass Sie selbst Möglichkeiten erfahren, Einfluss auf Ihr persönliches Schmerzerleben zu nehmen.
Die „lösende Hypnose“ bei Schmerzen
In meiner therapeutischen Arbeit verwende ich unterschiedliche hypnotherapeutische Verfahren, die ich unter anderem als "lösende Hypnose" zusammenfasse. Dabei steht nicht eine einzelne standardisierte Technik im Vordergrund.
Vielmehr wird danach geschaut:
Was hält das gegenwärtige Schmerzerleben aufrecht und an welcher Stelle lässt es sich therapeutisch beeinflussen?
Je nach individueller Situation kann die Arbeit deshalb sehr unterschiedlich aussehen. Mögliche Elemente sind beispielsweise:
- Veränderung der Schmerzintensität
Der Schmerz wird in der Hypnose bewusst wahrgenommen und anschließend mithilfe von Vorstellungen und Suggestionen verändert. - Veränderung der Schmerzqualität
Ein stechender Schmerz kann beispielsweise dumpfer werden, ein brennender Schmerz kühler oder eine drückende Empfindung leichter. - Aufmerksamkeitslenkung
Die Aufmerksamkeit wird gezielt vom Schmerz weg und auf andere körperliche oder innere Wahrnehmungen gelenkt. - Entspannung und Regulation
Muskelspannung, innere Unruhe und erhöhte körperliche Wachsamkeit können das Schmerzerleben mit beeinflussen. Hypnose kann dabei helfen, Ruhe und Entspannung zu fördern. - Selbsthypnose
Der Klient lernt, bestimmte hypnotische Techniken später selbstständig anzuwenden.
Welche Rolle spielen psychische Belastungen?
Schmerzen und psychische Belastungen können sich gegenseitig beeinflussen. Stress, Angst, dauerhafte Anspannung oder belastende Lebenserfahrungen können bei manchen Menschen dazu beitragen, dass Schmerzen stärker wahrgenommen werden oder häufiger auftreten. Umgekehrt können chronische Schmerzen selbst eine erhebliche psychische Belastung darstellen. Dadurch kann ein Kreislauf entstehen:
Schmerz führt zu Anspannung – Anspannung beeinflusst den Schmerz – der verstärkte Schmerz erzeugt wiederum weitere Anspannung.
Hier kann eine weitergehende hypnotherapeutische Arbeit sinnvoll sein. Dabei geht es jedoch nicht darum, zwangsläufig nach einem verborgenen Trauma oder einem verdrängten Konflikt zu suchen. Vielmehr wird gemeinsam betrachtet:
Welche Faktoren beeinflussen das heutige Schmerzerleben?
Können Konflikte oder traumatische Erfahrungen Schmerzen beeinflussen?
Bei manchen Menschen können belastende Erfahrungen, innere Konflikte oder traumatische Erlebnisse mit körperlichen Beschwerden verbunden sein oder bestehende Schmerzen verstärken. Das bedeutet jedoch nicht, dass hinter jedem chronischen Schmerz ein Trauma steckt. Ebenso wenig sollte aus einem körperlichen Symptom automatisch auf einen verdrängten Konflikt geschlossen werden. Wenn sich im therapeutischen Gespräch Hinweise darauf ergeben, dass frühere Erfahrungen oder gegenwärtige psychische Belastungen eine Rolle spielen könnten, kann dieser Bereich behutsam in die Therapie einbezogen werden. Hypnose kann dabei beispielsweise helfen, emotionale Belastungen zu bearbeiten, innere Sicherheit zu fördern oder ungünstige Reaktionsmuster zu verändern.
Und was ist mit psychosomatischen Beschwerden?
Psychosomatische Beschwerden sind reale körperliche Beschwerden. Der Begriff bedeutet nicht, dass sich jemand etwas einbildet. Vielmehr können körperliche, psychische und soziale Prozesse miteinander wechselwirken. Das kann beispielsweise bedeuten, dass:
- Stress die Muskelspannung erhöht,
- Angst die Aufmerksamkeit auf Körpersignale verstärkt,
- schlechte Erfahrungen Erwartungen beeinflussen,
- Schlafmangel die Schmerzempfindlichkeit verändert,
- oder anhaltende Schmerzen wiederum Angst und Stress auslösen.
Gerade bei solchen Wechselwirkungen kann Hypnotherapie eine interessante ergänzende Möglichkeit darstellen.
Mein therapeutischer Ansatz
Für mich bedeutet hypnotische Schmerztherapie deshalb nicht: „Wir schalten den Schmerz einfach ab.“ Vielmehr geht es darum herauszufinden:
- Wie erleben Sie Ihren Schmerz?
- Was verstärkt ihn?
- Wann verändert er sich?
- Welche körperlichen und emotionalen Reaktionen begleiten ihn?
- Und an welcher Stelle kann Hypnose einen Unterschied machen?
Manchmal steht dabei die unmittelbare Verringerung des Schmerzes im Vordergrund. Manchmal geht es stärker um Entspannung, Sicherheit, die Veränderung der Aufmerksamkeit oder den Umgang mit belastenden Gefühlen. Und manchmal ist es die Erfahrung:
„Ich bin meinem Schmerz nicht vollständig ausgeliefert. Ich kann den Schmerz nachhaltig verändern!“
Hypnose bei Schmerzen in meiner Praxis
Hypnose ist eines der ältesten psychologischen Verfahren zur Beeinflussung von Schmerzen. Heute gibt es fundierte Untersuchungen, die zeigen, dass hypnotische Verfahren die Schmerzverarbeitung und das subjektive Schmerzerleben beeinflussen. In meiner Praxis arbeite ich mit unterschiedlichen hypnotherapeutischen Möglichkeiten zur Schmerzkontrolle und zur Veränderung des Schmerzerlebens. Dabei wird die Vorgehensweise individuell auf Ihre Beschwerden und Ihre persönlichen Erfahrungen abgestimmt.
Wenn Sie wissen möchten, wie Hypnose auch bei Ihren Schmerzen eine tiefgreifende Hilfe sein kann, vereinbaren Sie jetzt gerne ein unverbindliches telefonisches Erstgespräch.
