Wenn die Belastung bleibt: Können frühe Erfahrungen eine Rolle spielen?

Wenn Beschwerden bleiben: Können frühere Erfahrungen eine Rolle spielen?

Sie haben bereits eine Psychotherapie gemacht und sich intensiv mit Ihren Schwierigkeiten beschäftigt. Trotzdem kehren Ängste, Niedergeschlagenheit oder körperliche Beschwerden immer wieder zurück. Das kann entmutigen. Es bedeutet jedoch nicht, dass Sie persönlich versagt haben.

Wenn Beschwerden anhalten, kann es sinnvoll sein, die bisherigen Erklärungen und Behandlungsschritte gemeinsam noch einmal zu überprüfen. Dabei verdienen auch belastende Erfahrungen aus Ihrer Lebensgeschichte Aufmerksamkeit.

Manchmal ist das Erlebte bekannt, aber der Zusammenhang bleibt unerkannt.

Gewalt, Missbrauch, Unfälle, Operationen oder ähnliche traumatische Erlebnisse können langfristig nachwirken. Ebenso aber auch mangelnde Bindungserfahrungen in der frühen Kindheit. Im Alltag stehen dann möglicherweise Angst, depressive Beschwerden oder körperliche Belastungen im Vordergrund. Eine zusätzliche Traumafolgestörung wird nicht immer sofort erkannt. Frühere Erfahrungen können deshalb für die Behandlung wichtig sein, auch wenn Sie bisher keinen Zusammenhang mit Ihren heutigen Beschwerden gesehen haben.

Manchmal ist keine bewusste Erinnerung an das Erlebte vorhanden. 

Ebenso kann es sein, dass man sich an bestimmte belastende Erfahrungen zeitweise nicht oder gar nicht erinnern kann. Im Zusammenhang mit traumatischen Ereignissen können ausgeprägte Erinnerungslücken auftreten, die fachlich als dissoziative Amnesie bezeichnet werden. Die belastenden Gefühle oder Körperempfindungen sind dennoch vorhanden. Dies oft in Form von unerklärlicher Angst, depressiver Verstimmung oder diversen körperlichen Beschwerden ( z. B. Schmerzen ). Das gilt ebenso für sehr frühe Erfahrungen in der Kindheit. Die Erinnerungen die bis zum 4 Lebensjahr entstehen existieren ausschließlich auf der körperlichen Ebene. Das liegt daran, dass das Gehirn entwicklungsbedingt noch keine Erinnerungen auf anderer Ebene abspeichern kann. 

Eine sorgfältige Abklärung kann neue Ansatzpunkte eröffnen. Ausgangspunkt sind Ihre heutigen Beschwerden.

In einem Gespräch prüfen wir vorab gemeinsam: Welche Beschwerden bestehen heute? Welche Erfahrungen belasten Sie? Gibt es Situationen, die starke Alarmreaktionen auslösen? Vermeiden Sie gezielt Situationen, Erfahrungen oder Gedanken? Bestehen körperliche Beschwerden für die es keine Erklärung gibt ?

Wenn sich eine behandlungsbedürftige Traumafolgestörung zeigt, kann eine gezielte Traumatherapie sinnvoll sein. Ich nutzte EMDR in Kombination mit der Ego-State-Therapie, PITT sowie der klassischen Hypnotherapie. Dabei werden belastende Erinnerungen oder Gefühle, Körperreaktionen und Überzeugungen aufgegriffen und bearbeitet. Ziel ist, dass Symptome gelöst werden und Sie im Alltag wieder mehr Sicherheit und Handlungsspielraum gewinnen.

Wer schreibt hier?

Mein Name ist Carsten Scheer. Als Heilpraktiker für Psychotherapie begleite ich Menschen bei unterschiedlichen psychischen und emotionalen Belastungen. In meiner Arbeit verbinde ich verschiedene moderne therapeutische Ansätze miteinander. Dazu gehören insbesondere Hypnotherapie, EMDR, Ego-State-Therapie, Traumatherapie sowie systemische Beratung. Gemeinsam entwickeln wir einen effektiven Weg, der zur jeweiligen Situation passt und neue Perspektiven sowie Heilung ermöglichen kann.

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EMDR, Traumatherapie

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